4 Tage Swinemünde mit Kindern – Unser Reisebericht zwischen Hafen, Strand und kleinen Abenteuern
Vier Tage Ostsee, zwei Kinder und jede Menge kleiner Abenteuer – unser Kurzurlaub in Swinemünde (Świnoujście) war genau die Auszeit, die wir als Familie gebraucht haben. Gleichzeitig war es ein ganz besonderer Urlaub, denn es war Jokos erster Urlaub am Meer. Umso schöner war es zu erleben, wie entspannt er alles mitgemacht hat.

Unsere Anreise – Mitten in der Nacht angekommen
Für unseren Sommerurlaub machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Swinemünde. Da meine Schwester in Bautzen lebt, legten wir unterwegs noch einen Zwischenstopp zum Geburtstag meiner Nichte ein. Erst am Abend ging es weiter Richtung Ostsee.
Gegen zwei Uhr nachts kamen wir schließlich in Swinemünde an – und unser Urlaub begann direkt mit einer kleinen Herausforderung. Zuerst standen wir an der falschen Adresse, luden Koffer und Kinder aus und mussten anschließend alles wieder einpacken. An der richtigen Unterkunft angekommen, funktionierte dann auch noch der Zugangscode nicht. Nach mehreren Versuchen und einem etwas unangenehmen Anruf beim Vermieter schafften wir es schließlich doch in unsere Ferienwohnung.
Es war inzwischen halb drei nachts.
Was mich in solchen Momenten immer wieder überrascht: Im Urlaub bleibe ich deutlich gelassener als im Alltag. Obwohl wir alle müde waren, blieb die Stimmung entspannt. Gerade weil es Jokos erster Urlaub war, hatte ich vorher ein wenig Respekt vor der langen Autofahrt und der späten Ankunft. Rückblickend war das völlig unbegründet – er war unterwegs oft sogar entspannter als zu Hause.
Unsere Unterkunft
Wir wohnten im Golden Hour Apartment, direkt am Hafen von Swinemünde. Zur Promenade und zum Strand liefen wir etwa 30 Minuten, dafür hatten wir das Zentrum direkt vor der Haustür.
Ein Bäcker, eine Apotheke, ein Żabka-Supermarkt, das Einkaufszentrum Corso und viele Restaurants waren bequem zu Fuß erreichbar. Für unseren Aufenthalt war die Lage wirklich ideal.
Über unsere Unterkunft erzähle ich euch aber noch ausführlich in einem eigenen Beitrag.
Mein erster Eindruck von Swinemünde
Ehrlich gesagt hatte ich mir Swinemünde etwas anders vorgestellt. Natürlich gibt es die wunderschöne Promenade, den breiten Sandstrand und viele moderne Hotels. Gleichzeitig besteht die Stadt aber auch aus vielen Plattenbauten und befindet sich gerade sichtbar im Wandel. An vielen Stellen entstehen neue Hotels und Ferienwohnungen.
Gerade dieser Mix aus Ostseebad, Hafenstadt und moderner Entwicklung hat Swinemünde für mich spannend gemacht.


Tag 1 – Ankommen und durchatmen
Nach unserer kurzen Nacht ließen wir den ersten Urlaubstag ganz entspannt angehen. Wir spazierten am Hafen entlang, beobachteten die großen Schiffe und erkundeten die Umgebung, waren am Hafenstrand und aßen gut bei Prochownia.
Am Nachmittag holten die Kinder den fehlenden Schlaf nach, während wir einfach am Hafen saßen, aufs Wasser schauten und endlich richtig im Urlaub ankamen.
Am Abend zog es uns natürlich noch an den Strand und auf die Promenade. Dort ließen wir den ersten Urlaubstag ganz klassisch mit Burgern am Meer ausklingen.




Tag 2 – Regen, Planänderungen und die besten Piroggen
Am zweiten Tag tauschten wir zunächst unsere Euro in Złoty. Eigentlich wollten wir anschließend mit dem Schiff zum Fort Gerharda fahren. Da die Überfahrt erst am Nachmittag startete, besuchten wir zunächst das Fischereimuseum.
Mittags kehrten wir bei Babci Halinki ein und probierten traditionelle polnische Piroggen – für uns eines der leckersten Restaurants des gesamten Urlaubs.
Leider machte uns anschließend das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Unsere Schiffsfahrt zum Fort Gerharda wurde kurzfristig abgesagt.
Statt uns zu ärgern, suchten wir spontan einen Indoorspielplatz auf. Genau solche ungeplanten Planänderungen gehören für mich mittlerweile einfach zum Reisen dazu.




Tag 3 – Strand, Kletterwald und jede Menge Familienzeit
Am nächsten Morgen zeigte sich endlich die Sonne.
Wir verbrachten den Vormittag am Strand, bauten Sandburgen und genossen einfach die Zeit am Meer.
Nach Jokos Mittagsschlaf teilten wir uns auf. Tobias blieb mit ihm an der Promenade, während Noah und ich gemeinsam den Kletterwald erkundeten. Das war definitiv eines unserer Highlights.
Anschließend besuchten wir noch das Haus auf dem Kopf. Schon beim Betreten gerät der Gleichgewichtssinn durcheinander und die ungewöhnliche Perspektive sorgt für jede Menge Spaß.
Den Abend ließen wir mit einer großen Fischplatte ausklingen – frischer Fisch gehört an der Ostsee einfach dazu.




Tag 4 – Fort Gerharda und ein gemütlicher Abschluss
Am letzten ganzen Urlaubstag konnten wir endlich unseren Ausflug zum Fort Gerharda nachholen. Gemeinsam mit dem Leuchtturm war das eines der Highlights unseres Kurzurlaubs.
Danach machten wir eine gemütliche Kaffeepause in einem Café am Alten Hafen. Während wir unseren Kaffee genossen, beobachtete Noah die Angler und Joko krabbelte neugierig durchs Café.
Anschließend schlenderten wir noch einmal über die Promenade. Ich gönnte mir ein riesiges Eis, während Noah und Tobias gemeinsam eine Spielhalle entdeckten. Später machte Joko noch ein kleines Schläfchen und ich nutzte die Gelegenheit für einen ruhigen Spaziergang entlang der Promenade.
Es sind genau diese kleinen Momente, die mir von einem Urlaub oft am längsten in Erinnerung bleiben.




Unsere Lieblingsmomente💕
Noahs Highlight war ganz klar der Kletterwald. Dort konnte er sich richtig austoben und war unglaublich stolz, die verschiedenen Parcours zu meistern.
Jokos Lieblingsmoment? Wahrscheinlich den Sand der Ostsee zu probieren. 😄 Außerdem hat er unterwegs unglaublich oft zufrieden in der Trage oder im Fahrradanhänger geschlafen. Es war sein erster Urlaub und er hat all die neuen Eindrücke erstaunlich gelassen aufgenommen.
Tobias Lieblingsmoment war entspannt mit Joko am Strand und auf der Promenade zu schlendern.
Mein Lieblingsmoment war ebenfalls am Strand. Ich saß einfach im Sand und beobachtete unsere beiden Kinder. Sie waren so ausgeglichen, neugierig und zufrieden. Genau für solche Momente liebe ich das Reisen.
Ein Bild werde ich wohl nie vergessen: Noah und Joko, eng aneinander gekuschelt im Fahrradanhänger. Eigentlich ist er nur für ein Kind gedacht, aber momentan passen beide noch nebeneinander hinein. Irgendwann sind sie tatsächlich gemeinsam eingeschlafen. Einer dieser kleinen Augenblicke, die man nie plant und die einem trotzdem für immer im Gedächtnis bleiben

Unser Fazit📌
Vier Tage waren genau richtig, um Swinemünde kennen zulernen. Besonders gefallen haben uns die Mischung aus Hafen, Strand und Promenade, das leckere Essen und die vielen familienfreundlichen Ausflugsziele.
Natürlich lief nicht alles nach Plan. Ein nicht funktionierender Zugangscode, abgesagte Schiffstouren und Regen gehören eben manchmal dazu. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war es ein Urlaub voller schöner Erinnerungen.
Und ganz besonders wird uns dieser Urlaub immer in Erinnerung bleiben, weil es Jokos erster Urlaub war. Zu sehen, wie entspannt er die lange Autofahrt, den Strand, die Promenade und all die neuen Eindrücke erlebt hat, hat uns einmal mehr gezeigt: Mit Kindern muss man nicht auf Abenteuer verzichten – sie sehen nur ein bisschen anders aus.
